Überall um uns herum grünt und wächst es wie von Zauberhand. Die meisten von uns sind immer wieder erstaunt, wenn im Frühjahr an den ungewöhnlichsten, kahlen Orten plötzlich Pflanzen auftauchen. Wer selbst einmal zum Gärtner werden will, kann das ganz einfach tun. Pflanzensamen sind überall um uns herum und in unserem Alltag versteckt. Mit ein bisschen Geschick bringt man sie zum Keimen und Wachsen, und mit noch etwas mehr Geschick sogar zum Blühen oder Früchte tragen.

Und so geht´s:

  1. Zuerst braucht ihr Pflanzensamen. Habt ihr nicht? Sicher? Viele der Pflanzen, die wir essen, enthalten Samen. Meistens nehmen wir sie nicht wahr und essen sie einfach mit, oder schmeißen sie weg. Versucht doch einmal, aus einer Salatgurke, einem Kürbis, einer Paprika oder einer Zucchini die kleinen Samen zu entnehmen. Die hat fast jede*r im Kühlschrank und sie sind ganz leicht zu gewinnen.
  2. Jetzt braucht ihr Blumenerde (möglichst ohne Torf) und einen Ort, an dem die Samen keimen können. Das kann ein Blumentopf sein, oder auch ein Tetrapack, den ihr mit einer Schere an einer der langen Seiten aufschneidet und dann mit Erde füllt. Vergesst nicht, unten ein paar Löcher hineinzuschneiden, damit Wasser abfließen kann.
  3. Die Samen kommen nun auf die Erde im Tetrapack. Dann streut ihr noch etwa einen Finger dick Erde auf die Samen und drückt sie ganz leicht an. Jetzt müsst ihr das Ganze vorsichtig angießen, damit die Erde gut feucht ist. Stellt den Tetrapack an einer warmen Stelle auf und beobachtet, wie die Pflanzen keimen. Nach spätestens einer Woche sollte schon etwas zu sehen sein!
  4. Sobald die Pflanzen größer sind (etwa sechs bis acht Blätter haben, oder der Platz im Tetrapack zu eng wird), könnt ihr sie einzeln in Töpfe umpflanzen. Bei guter Pflege werden sie weiter wachsen und können ins Freie, sobald es nicht mehr friert (ab Mitte Mai). Gemüsepflanzen werden dann sogar Früchte bilden, die ihr essen könnt! (wenn euch die Früchte bitter schmecken, was schonmal vorkommen kann, dann nicht essen, die Pflanzen sind dann nicht verträglich).

TIPP:

Gemüsesamen muss man nicht immer selbst ernten. Im Supermarkt und in Drogerien gibt es immer eine Ecke, in der sie verkauft werden. Hier findet ihr auch Salat, Kresse, Radieschen, oder auch Sommerblumen.

Ihr könnt aber auch einfach auf dem Balkon, im Garten oder draußen unterwegs schauen, ob ihr abgeblühte Pflanzen findet. In den vertrockneten Blüten stecken häufig noch jede Menge Samen. Sammelt einfach, was ihr findet und sät es aus. Es ist spannend zu beobachten, was man erbeutet und zum Keimen gebracht hat. Und ihr werdet dann im Sommer sehen, was euch blüht. Wer weiß, vielleicht habt ihr eine ganz seltene Pflanze erwischt?

Was wächst denn da?

Wenn eure Pflanzen schon gekeimt und gewachsen sind, dann könnt ihr versuchen, herauszufinden, um welche Art es sich handelt. Es gibt auf dem Smartphone hilfreiche Apps, die euch dabei unterstützen. Eine davon ist „Flora incognita“, von der Uni Illmenau. Die gibts hier zum Herunterladen: https://floraincognita.com/de/