TIPP 08.04.2020: Physik für zu Hause

TIPP 08.04.2020: Physik für zu Hause

Kein Physik-Unterricht? Kein Problem! Auch zu Hause kann man spannende Experimente machen. Wusstest du zum Beispiel, dass du mit einer Zitrone Strom erzeugen kannst? Wir zeigen dir, wie das geht.

 

Du brauchst:

Eine Zitrone

Eine oder mehrere Kupfermünzen (1, 2 oder 5 Cent)

Eine Büroklammer oder einen verzinkten Nagel

Zwei Drähte (mit Krokodilklemmen)

Etwas, was du mit der Batterie betreiben willst. Wir haben eine Digitaluhr verwendet. Du kannst das Experiment aber auch mit einer kleinen Glühbirne ausprobieren. Die kannst du z.B. aus einer kaputten Taschenlampe ausbauen. Vielleicht habt ihr auch ein Voltmeter (Strommessgerät) zu Hause.

 

Und so geht´s:

  1. Rolle die Zitrone mit leichtem Druck auf dem Tisch hin und her, um den Saft freizusetzen.
  2. Falte die Büroklammer auseinander und drücke sie in die Zitrone. Platziere die Kupfermünze(n) daneben, so, dass sie bis zur Hälfte in der Zitrone steckt. Achtung: Büroklammer und Münze dürfen sich nicht berühren aber auch nicht zu weit voneinander entfernt sein. Ideal sind etwa 2 cm Abstand.
  3. Verbinde nun Büroklammer und Münze mit jeweils einem Draht mit dem Gerät, das du zum Laufen bringen willst.
  4. Wenn nichts passiert, rücke entweder Büroklammer und Münze näher aneinander oder drücke sie tiefer in die Zitrone.

 

Wie(so) funktioniert die Batterie?

Eine Batterie erzeugt Strom, indem Elektronen (negativ geladene Teilchen) zwischen zwei verschiedenen Metallen hin und her wandern. Eine Batterie hat immer einen Plus- und einen Minuspol, das heißt, eines der Metalle ist positiv, das andere negativ geladen. Um die Wanderung der Teilchen zu ermöglichen, braucht man:

  • einen Minuspol (hat viele Elektronen, negativ geladen), der die Elektronen abgibt (Zink)
  • einen Pluspol (hat weniger Elektronen, positiv geladen), der die Elektronen aufnimmt (Kupfer)
  • einen Leiter, durch den die Elektronen wandern können (Draht)
  • eine Flüssigkeit, in der die Elektronen gelöst sind (Zitronensaft).

Das Zink möchte seinen Überschuss an Elektronen abgeben, das Kupfer nimmt sie gern auf. Durch diese Wanderung der Elektronen vom Minuspol zum Pluspol wird Strom erzeugt.

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